Gert Scobel: „Der fliegende Teppich — Eine Diagnose der Moderne“

Es macht keinen Sinn, weiter um den heißen Brei herumzuschleichen: Wir bewegen uns auf unsicherem Terrain. Wir haben den festen Boden unter unseren Füßen längst gegen einen fliegenden Teppich eingetauscht, meint Gert Scobel in seinem vorliegenden Buch mit dem gleichlautenden Titel. Teppich wäre ja noch okay, aber muss es denn gleich ein fliegender Teppich sein?! …

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Quentin Bajac, Lucy Gallun u. a. (Hg.): “Die große Geschichte der Photographie. Die Moderne: 1920 bis 1960“

Ohne Übertreibung darf man feststellen, dass sich im New Yorker MoMA (Museum of Modern Art) die weltweit wohl wichtigste Fotosammlung befindet. Sie ist eine wahre Fundgrube von ikonischen Meisterwerken der Photographie, und es lassen sich in ihr auch immer wieder neue und überraschende Entdeckungen machen. Schon in den 1930er Jahren begann man hier, photographische Kunst …

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E. M. Forster: „Die Maschine steht still“

Man kennt E. M. Forster als den Autor von „Wiedersehen in Howards End“ oder von „Zimmer mit Aussicht“. 1879 in London geboren, zählt er zu den einflussreichsten Schriftstellern der Klassischen Moderne in der englischen Literatur. Jetzt ist im Hoffmann und Campe-Verlag ein schmales Bändchen mit einer frühen Erzählung Forsters erschienen: „Die Maschine steht still“. Im …

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Daniel Morat u. a.: „Weltstadtvergnügen — Berlin 1890-1930“

Der Berliner Philosoph und Soziologe Georg Simmel hatte 1903 in seinem Vortrag über „Die Großstädte und das Geistesleben“ den Großstädter (und damit natürlich in erster Linie den Berliner!) als einen Menschen charakterisiert, der sich gegen die auf ihn einstürzenden Eindrücke des Großstadtlebens mit einer gewissen Blasiertheit, Intellektualität und Reserviertheit zu behaupten versucht. Was den Großstädter …

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Frank-Lothar Kroll: „Geburt der Moderne – Politik, Gesellschaft und Kultur vor dem Ersten Weltkrieg“

In den 1970er und 1980er Jahren gab es eine dominante Strömung unter den Historikern, die geschichtliche Entwicklung des deutschen Kaiserreichs als einen nationalen Sonderweg zu betrachten, der letztendlich direkt in den Nationalsozialismus führte. Jene „Sonderwegs-Historiker“ um Hans-Ulrich Wehler prägten und prägen bis heute unser Bild vom Kaiserreich und seiner Sonderstellung im internationalen Vergleich. Dass diese …

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