Curt Moreck: „Ein Führer durch das lasterhafte Berlin — Das deutsche Babylon 1931“

Wer sich für das wilde Berlin der 1920er Jahre interessierte und sich im Internet oder in den Antiquariaten auf die Suche nach entsprechender zeitgenössischer Literatur machte, las oder hörte immer wieder von Curt Morecks Führer durch das lasterhafte Berlin. Doch das Buch selbst war meistens nicht zu finden; und falls doch, wurden hohe Preise aufgerufen. …

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Bernhard Schlink: „Olga“

Olga Rinke wird in der Kaiserzeit geboren, wächst im Breslau des späten 19. Jahrhunderts in einem armen Umfeld auf, verliert schon in jungen Jahren beide Eltern, die an Fleckfieber erkranken, und wird von der Großmutter in einem Dorf in Pommern aufgezogen; die Großmutter findet, dass Olga einen slawischen Einschlag habe, und sie liebt das Mädchen …

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Jean-Paul Didierlaurent: „Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12“

Es gibt Bücher, die machen es einem nicht leicht. Ich meine das durchaus im ganz physischen, materiellen Sinne. Es gibt Bücher, die sich mir, dem Puristen, widersetzen und einen inneren Widerstand auslösen, der im ersten Moment schwer zu erklären ist. Im zweiten Moment wird klar, dass der Leser ein Buch in den Händen hält, das …

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Joseph von Eichendorff: „Aus dem Leben eines Taugenichts — Bilder von Hans Traxler“

Es ist schön, nach einer gewissen Zeit auf einen alten Bekannten zu treffen. Wie Goethe in seinem Faust schon bemerkte: „Von Zeit zu Zeit seh‘ ich den Alten gern, Und hüte mich, mit ihm zu brechen.“ Eichendorffs Taugenichts ist solch ein guter alter Bekannter. Wir alle haben den Text, meist in der preisgünstigen kleinen Reclam-Ausgabe, …

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Erica Jong: „Angst vorm Sterben“

Erica Jong? Da war doch was? — Richtig. „Angst vorm Fliegen“ hieß der Roman, der die Schriftstellerin Anfang der 1970er Jahre auf einen Schlag berühmt gemacht hatte. Das Buch wurde nicht zuletzt wegen seiner Freizügigkeit berühmt und wurde auch zu einem modernen Klassiker der feministischen Literatur, weil in ihm die Frau selbstbestimmt ihre Sexualität entdeckte …

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