Wladimir Kaminer: „Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß“

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie Kaminer lesen. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass es Ihnen genauso geht wie mir: Ich kann keinen Text von Wladimir Kaminer mehr lesen, ohne sogleich seine Stimme zu hören. Das kommt von der mehr oder weniger permanenten Medienpräsenz, die Kaminer seit Anfang der 1990er Jahren in …

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Jean-Paul Didierlaurent: „Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12“

Es gibt Bücher, die machen es einem nicht leicht. Ich meine das durchaus im ganz physischen, materiellen Sinne. Es gibt Bücher, die sich mir, dem Puristen, widersetzen und einen inneren Widerstand auslösen, der im ersten Moment schwer zu erklären ist. Im zweiten Moment wird klar, dass der Leser ein Buch in den Händen hält, das …

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E. M. Forster: „Die Maschine steht still“

Man kennt E. M. Forster als den Autor von „Wiedersehen in Howards End“ oder von „Zimmer mit Aussicht“. 1879 in London geboren, zählt er zu den einflussreichsten Schriftstellern der Klassischen Moderne in der englischen Literatur. Jetzt ist im Hoffmann und Campe-Verlag ein schmales Bändchen mit einer frühen Erzählung Forsters erschienen: „Die Maschine steht still“. Im …

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Erich Kästner: „Der Herr aus Glas – Erzählungen“

Wenn man ein Buch von Erich Kästner in den Händen hält, kann man eigentlich nichts falsch machen: Wenn man es schon kennt, macht es Spaß, die Geschichten wieder und immer wieder aufs Neue zu lesen. Und wenn man das Buch noch nicht kennt, umso besser! Trotzdem wird Kästner nach wie vor oft nur als ein …

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Siegfried Lenz: „So zärtlich war Suleyken“

Dieses kleine Büchlein gehört in den Kanon der deutschen Nachkriegsliteratur. Siegfried Lenz entfaltet hier in kurzen Geschichten seine ganze Erzählkunst und zaubert eine verlorene Welt herbei, die vor unserem geistigen Auge ein Idealbild der ostpreußischen Ländlichkeit und Bauernschläue entstehen lässt. „So zärtlich war Suleyken“ erschien erstmals 1955, zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs …

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