Erich Kästner: „Notabene 45 – Ein Tagebuch“

Erich Kästner ist bekannt für seine spitze Zunge und seinen lakonischen Humor. Beides lässt er nicht nur in seinen zahlreichen Romanen, Erzählungen und Gedichten aufblitzen, sondern auch in seinen Tagebuchaufzeichnungen. Als einer, der dageblieben ist, als der Terror des Dritten Reiches die halbe Welt verwüstete, hat er in kleinen unauffälligen Kladden fleißig notiert, was er …

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Eva Menasse: „Lieber aufgeregt als abgeklärt. Essays“

Der Diskurs ist für Eva Menasse „jenes vielstimmige, oft nervige Meinen und Streiten, in dem eine offene Gesellschaft ihre Übereinkünfte und Frontlinien, Tabus und Dringlichkeiten überprüft und verändert“. Es ist die Aufgabe des Schriftstellers, an diesem Diskurs aktiv teilzunehmen und mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Dieses teilnehmende Handeln schließt auch immer …

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Uwe Timm: „Montaignes Turm. Essays“

Es ist das kleine Turmzimmer seines Schlosses, in das sich Michel de Montaigne zurückzog, umgeben von den Büchern seiner Bibliothek, und in dem er, bisweilen aus dem Turmfenster in den Garten schauend, auf die reise zu sich selbst aufbrach und seine Gedanken als kleine „Versuche“ niederschrieb. Damit begründete Montaigne eine neue Textsorte, die bis heute …

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Deutsches Historisches Museum (Hg.): „Der Erste Weltkrieg in 100 Objekten“

Wir begreifen die Welt um uns herum, indem wir uns einen Begriff von ihr machen, die Gegenständlichkeit der Welt mit Namen und Begriffen versehen. Die Sprache in ihrer originär menschlichen Form als Verständigungsmedium hilft uns, einerseits die Dinge um uns herum zu benennen, so dass wir in der Lage sind, uns über diese Dinge auszutauschen; …

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Dorothee Meyer-Kahrweg, Hans Sarkowicz (Hg.): „Unterwegs in der Geschichte Deutschlands – Von Karl dem Großen bis zur Gegenwart“

Auch im Leben eines Rezensenten gibt es einschneidende Erlebnisse, die die Routinen des Berufsalltags ins Wanken bringen und zu einer Verhaltensänderung führen, die niemand – und zu allerletzt der Rezensent selbst – für möglich gehalten hätte. Ist man durch den gleichmäßigen Zufluss an neuen Büchern, die die Verlage an die eigene Haustür tragen, schon in …

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