Gerhard R. Kaiser (Hg.): „Deutsche Berichte aus Paris 1789-1933 – Zeiterfahrung in der Stadt der Städte“

Ah, Paris! Die Stadt der Städte! Paris hat schon immer die Fantasien beflügelt, Emotionen geweckt und Illusionen ausgelöst. Nicht erst als die „Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts“, wie sie Walter Benjamin nannte, verzauberte Paris die Reisenden, sondern das war wohl schon immer so. Bestimmt vermochte selbst das antike Lutetia durch seine Größe, seinen Reichtum seinen nternationalen …

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Harald Welzer: „Wir sind die Mehrheit – Für eine Offene Gesellschaft“

In den letzten Jahren sieht man den Soziologen und Mitbegründer der gemeinnützigen Stiftung FuturZWEI, Harald Welzer, immer öfter im Fernsehen, und das ist gut so! Denn im Unterschied zu vielen anderen „Experten“, die von den Medien herangezogen werden, um ihre Beschäftigung mit einem aktuellen Thema mit einer Aura der Wissenschaftlichkeit zu umgeben, handelt es sich …

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Erich Kästner: „Notabene 45 – Ein Tagebuch“

Erich Kästner ist bekannt für seine spitze Zunge und seinen lakonischen Humor. Beides lässt er nicht nur in seinen zahlreichen Romanen, Erzählungen und Gedichten aufblitzen, sondern auch in seinen Tagebuchaufzeichnungen. Als einer, der dageblieben ist, als der Terror des Dritten Reiches die halbe Welt verwüstete, hat er in kleinen unauffälligen Kladden fleißig notiert, was er …

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Eva Menasse: „Lieber aufgeregt als abgeklärt. Essays“

Der Diskurs ist für Eva Menasse „jenes vielstimmige, oft nervige Meinen und Streiten, in dem eine offene Gesellschaft ihre Übereinkünfte und Frontlinien, Tabus und Dringlichkeiten überprüft und verändert“. Es ist die Aufgabe des Schriftstellers, an diesem Diskurs aktiv teilzunehmen und mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Dieses teilnehmende Handeln schließt auch immer …

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Uwe Timm: „Montaignes Turm. Essays“

Es ist das kleine Turmzimmer seines Schlosses, in das sich Michel de Montaigne zurückzog, umgeben von den Büchern seiner Bibliothek, und in dem er, bisweilen aus dem Turmfenster in den Garten schauend, auf die reise zu sich selbst aufbrach und seine Gedanken als kleine „Versuche“ niederschrieb. Damit begründete Montaigne eine neue Textsorte, die bis heute …

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