Bruno Preisendörfer: „Schlagworte, die Geschichte machen — Wie Parolen von ‚Stunde Null‘ bis ‚Wir schaffen das‘ Deutschland veränderten“

Manchmal erkennt man eine Epoche nicht an ihren Ereignissen, sondern an den Sätzen, die von ihr übrig bleiben. Der Historiker findet seine Quellen in Akten, Statistiken und Protokollen. Das kollektive Gedächtnis dagegen arbeitet anders. Es bewahrt nicht selten eine Handvoll Worte auf, die sich von ihrem ursprünglichen Anlass gelöst haben und zu Chiffren einer ganzen …

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Dietmar Pieper: „Trümmertänze — Deutschland 1946-1955“

Mit „Trümmertänze — Deutschland 1946–1955“ entscheidet sich Dietmar Pieper bewusst gegen jene Erzählung, die die deutsche Nachkriegszeit lediglich als Vorgeschichte des Wirtschaftswunders oder als moralische Bilanz von Schuld und Neubeginn betrachtet. Stattdessen beschreibt er ein Jahrzehnt voller Widersprüche: eine Zeit zwischen Zerstörung und Aufbruch, Hunger und Lebenslust, politischer Neuordnung und persönlicher Orientierungslosigkeit. Bereits der Titel …

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Ulla Lenze: „Das Wohlbefinden“

Solange noch kein Wirkstoff gegen die Tuberkulose gefunden ist, „ist die zentrale Therapie in unseren Heilstätten das Wohlbefinden. Wir streben danach, alles zu beseitigen, was uns aus dem Gleichgewicht bringt, und bemühen uns, Körper und Seele in jenen Frieden zurückzuführen, dessen Fehlen oft die Ursache von Krankheiten ist.“ Diese Worte stammen von Professor Blomberg, in …

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Sandra Mühlenberend u. Susanne Wernsing (Hg.): „VEB Museum — Das deutsche Hygiene-Museum in der DDR“

1912 wurde das Deutsche Hygiene Museum in Dresden in einer Privatinitiative des Odol-Herstellers Karl August Lingner als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründet. Ein Jahr zuvor wurde in der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung umfassend über alle möglichen Aspekte der Gesundheitsvorsorge und -pflege aufgeklärt. Das Deutsche Hygiene Museum sollte die Bevölkerung mit den wichtigsten Maßnahmen zur Gesundheitsprävention vertraut machen, …

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Jenny Erpenbeck: „Heimsuchung“

Heimat. Ein Wort, das in jedem von uns unterschiedliche Bilder und Gefühle hervorruft. Für manche ist es ein konkreter Ort – ein Haus, eine Stadt, ein Land. Für andere ist es ein Gefühl von Zugehörigkeit, von Sicherheit und Geborgenheit, das nicht an einen physischen Ort gebunden ist. Der Begriff „Heim“ hingegen scheint intimer, persönlicher, näher …

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Hans Hütt: „Die 50er — Ein Jahrzehnt in Wörtern“ / „Die 60er — Ein Jahrzehnt in Wörtern“

Womit hat man sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschäftigt? Was prägte den Alltag der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit und das Leben in der DDR zu jener Zeit? Der Journalist Hans Hütt hat in seiner neuen Buchreihe, die passenderweise im Duden-Verlag erscheint, vor allem einen genauen Blick auf eine Reihe von Begriffen geworfen, die seinerzeit …

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Jürgen Hohmuth: „Graustufen — Leben in der DDR in Fotografien und Texten“

So grau wie das Wetter in dieser Jahreszeit, so grau war es in der DDR, wenn der Wind mal wieder aus der Richtung des Braunkohlekraftwerks oder von den Chemie-Fabriken her wehte. In der kalten Jahreszeit sorgten die Ofenheizungen für einen milchigen Grauschleier, und das ganze Jahr über waren Trabis und Wartburgs auf allen Straßen der …

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Peter Schneider: „An der Schönheit kann´s nicht liegen… Berlin – Porträt einer ewig unfertigen Stadt“

Nein, Berlin ist wahrlich keine Schönheit! Das Aschenputtel unter den europäischen Hauptstädten kann weder auf eine lange glorreiche Geschichte zurückblicken, noch mit der reichen und erhabenen Architektur vergangener Jahrhunderte punkten; Berlins Skyline ist im Vergleich zu Chicago oder Frankfurt ein Witz, der Funkturm ist eine kleine Kopie des Pariser Eiffelturms, Berlin hat keine Küstenlinie, kein …

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Interview mit Peter Schneider am 02.04.15 in der Berliner Kneipe „Zwiebelfisch“ zu seinem Buch „An der Schönheit kann´s nicht liegen…“

RALPH KRÜGER: Herr Schneider, wie sind Sie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu schreiben? PETER SCHNEIDER: Das war die Idee meiner amerikanischen Freunde und Verleger. Dadurch ist auch die erste Fassung dieses Buches im August 2013 in Amerika erschienen. Das ist allerdings eine viel frühere Fassung als die, die Ihnen jetzt vorliegt, weil die …

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Friederike Wißmann: „Hanns Eisler – Komponist. Weltbürger. Revolutionär.“

Johannes Eisler kam als Sohn eines Philosophen und einer Fleischerstochter am 6. Juli 1898 in Leipzig zur Welt. Während er Vater Rudolf mit jenem dem Zeitgeschmack entsprechenden Abstand ehrte, stilisierte er zeitlebens die Mutter zur Arbeiterin hoch. Seine Kindheit verbrachte Eisler in Wien. Schon bald erkannten die Eltern seine musikalischen Neigungen und förderten sie. Sein …

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