Florian Illies: „Wenn die Sonne untergeht — Familie Mann in Sanary“

Florian Illies hat mit Wenn die Sonne untergeht — Familie Mann in Sanary ein Buch geschrieben, das zugleich Familiendrama, Exilstudie und Sommeridylle ist. Im Mittelpunkt steht der Sommer 1933, in dem Thomas und Katia Mann mit ihren sechs Kindern im südfranzösischen Sanary-sur-Mer Zuflucht suchen. Der Ort ist sonnendurchglüht und doch von Bedrohung überschattet. Die Familie …

Continue reading ‘Florian Illies: „Wenn die Sonne untergeht — Familie Mann in Sanary“’ »

Roger Willemsen: „Liegen Sie bequem? — Vom Lesen und von Büchern“

Roger Willemsen war nie nur ein Literaturvermittler, nie bloß ein Kritiker, der die Bücher anderer las, um sie zu bewerten. Er war ein leidenschaftlicher Flaneur durch das Reich der Gedanken, ein Sammler von Sätzen, ein Liebhaber des gedruckten Wortes, der in jedem Text die Spuren der Menschlichkeit suchte. Sein posthum erschienenes Buch Liegen Sie bequem? …

Continue reading ‘Roger Willemsen: „Liegen Sie bequem? — Vom Lesen und von Büchern“’ »

Volker Weidermann: „Wenn ich eine Wolke wäre — Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“

Volker Weidermanns Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens ist eine Hommage, eine Lebensbeschreibung und zugleich eine Rückkehrgeschichte, die sich wie ein Roman liest, ohne auf die Fiktion auszuweichen. Von der ersten Seite an zieht der Autor den Leser in eine erzählerische Szene hinein: Mascha Kaléko steht am Deck eines …

Continue reading ‘Volker Weidermann: „Wenn ich eine Wolke wäre — Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“’ »

Klaus Willbrand, Daria Razumovych: „Einfach Literatur — Eine Einladung“

Wer regelmäßig in den sozialen Medien unterwegs ist und sich für Literatur begeistert, was nicht zwingend ein Widerspruch in sich selbst sein muss, der dürfte den freundlichen alten Mann, der, gemütlich umgeben von Büchern, in seinem Antiquariat sitzt und die Fragen einer jungen Frau beantwortet, schon einmal gesehen haben. Die Rede ist von Klaus Jochen …

Continue reading ‘Klaus Willbrand, Daria Razumovych: „Einfach Literatur — Eine Einladung“’ »

Juri Felsen: „Getäuscht“

Juri Felsen, geboren 1894 in Sankt Petersburg als Nikolai Freudenstein, war ein russischer Schriftsteller, dessen literarisches Schaffen lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Erst in den letzten Jahren wurde sein Werk wiederentdeckt und gewürdigt. Nach der Russischen Revolution emigrierte er 1921 nach Europa und ließ sich 1923 in Paris nieder. Dort etablierte er sich als …

Continue reading ‘Juri Felsen: „Getäuscht“’ »

Michael Maar: „Das Blaubartzimmer – Thomas Mann und die Schuld“

Die Begriffe „Schuld“ und „Sünde“ durchziehen das Werk Thomas Manns wie ein roter Faden und spiegeln seine tiefgehende Auseinandersetzung mit moralischen, ethischen und existenziellen Fragen wider. Diese Themen sind nicht nur in seinen literarischen Werken präsent, sondern auch in seinem persönlichen Leben und den Reflexionen der Literaturwissenschaft über sein Œuvre von zentraler Bedeutung. In der …

Continue reading ‘Michael Maar: „Das Blaubartzimmer – Thomas Mann und die Schuld“’ »

Edgar Allan Poe: „Heureka & Der Rabe“

Edgar Allan Poe hat mit seinem poetischen Werk eine faszinierende und unheimliche Ästhetik geschaffen, die nicht nur Generationen von Lesern, sondern auch andere Schriftsteller tief beeindruckt hat. Besonders Charles Baudelaire, einer der bedeutendsten französischen Dichter des 19. Jahrhunderts, erwies sich als Bewunderer und Übersetzer Poes und spielte eine zentrale Rolle bei der Rezeption Poes in …

Continue reading ‘Edgar Allan Poe: „Heureka & Der Rabe“’ »

Matthias Lohre: „Teufels Bruder“

2025 ist Thomas-Mann-Jahr. Vor 150 Jahren wurde er am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren; am 12. August 1955 starb er im Alter von 80 Jahren in Zürich. Dieses runde Jubiläum wird für viele Literaturwissenschaftler, Historiker, Biografen, Politikwissenschaftler, Journalisten, Essayisten und natürlich auch für Romanciers ein willkommener Anlass sein, ihre Forschungen zielgenau auf diesen wohl …

Continue reading ‘Matthias Lohre: „Teufels Bruder“’ »

Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“

Im Jahr 2022 wurde die Schriftstellerin Judith Hermann zur Teilnahme an den Frankfurter Poetikvorlesungen eingeladen. Jene Vorlesungsreihe ist für die meisten AutorInnen ein willkommener Anlass, das eigene Schreiben zu reflektieren. Warum und wozu schreibe ich? Was will ich mit meinen Texten bewirken? Will ich überhaupt bei meinen Lesern etwas bewirken oder hat mein Schreiben einen …

Continue reading ‘Judith Hermann: „Wir hätten uns alles gesagt“’ »

Denis Scheck: „Schecks Bestsellerbibel – Schätze und Schund aus 20 Jahren“

Ach, wie schön! Eine geballte Ladung Literaturkritik der unterhaltsamsten und treffendsten Art! Denis Schecks Geschmacksurteile über die Top Ten der Spiegel-Bestsellerlisten in den Kategorien „Belletristik“ und „Sachbuch“ aus den vergangenen zwanzig Jahren! Seit zwanzig Jahren ist Schecks Literatursendung „Druckfrisch“ bereits in der ARD auf Sendung, und allein diese Erkenntnis erzeugt eine Gänsehaut: zwanzig Jahre?!? — …

Continue reading ‘Denis Scheck: „Schecks Bestsellerbibel – Schätze und Schund aus 20 Jahren“’ »