Annemarie Stoltenberg (Hg.): „Magie des Lesens — Die schönsten Geschichten über die Liebe zum Buch“

Man kann dieses Buch von vorn lesen oder irgendwo in der Mitte aufschlagen, man kann sich treiben lassen oder gezielt verweilen – und genau darin liegt bereits eine seiner stillen Aussagen. „Magie des Lesens – Die schönsten Geschichten über die Liebe zum Buch“ ist kein Band, der auf ein Ziel zustrebt, sondern einer, der den …

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Helmuth Kiesel: „Schreiben in finsteren Zeiten — Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945“

Auf dem Schreibtisch lag ein massiver Backstein: 1316 Seiten Text zuzüglich eines umfangreichen wissenschaftlichen Apparats, das war schon eine Ansage. Als im November 2025 „Schreiben in finsteren Zeiten“ erschien, war bereits abzusehen, dass ein gewichtiges Werk vorlag — nicht allein wegen seiner nahezu 1.400 Seiten, sondern weil ein ausgewiesener Kenner der deutschen Literaturgeschichte sich der …

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Ulrich Raulff: „Wie es Euch gefällt — Eine Geschichte des Geschmacks“

Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, merkt man sofort seine Besonderheit. Man hält ein Juwel in den Händen, ein — im wahrsten Sinne — geschmackvolles und hochwertig gestaltetes Stück Buchkunst, das schon in seiner außergewöhnlichen Materialität Auskunft gibt über seinen exquisiten Inhalt. Es ist dieser Tage ein seltenes und jeden Bücherfreund geradezu beglückendes …

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Florian Illies: „Wenn die Sonne untergeht — Familie Mann in Sanary“

Florian Illies hat mit Wenn die Sonne untergeht — Familie Mann in Sanary ein Buch geschrieben, das zugleich Familiendrama, Exilstudie und Sommeridylle ist. Im Mittelpunkt steht der Sommer 1933, in dem Thomas und Katia Mann mit ihren sechs Kindern im südfranzösischen Sanary-sur-Mer Zuflucht suchen. Der Ort ist sonnendurchglüht und doch von Bedrohung überschattet. Die Familie …

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Roger Willemsen: „Liegen Sie bequem? — Vom Lesen und von Büchern“

Roger Willemsen war nie nur ein Literaturvermittler, nie bloß ein Kritiker, der die Bücher anderer las, um sie zu bewerten. Er war ein leidenschaftlicher Flaneur durch das Reich der Gedanken, ein Sammler von Sätzen, ein Liebhaber des gedruckten Wortes, der in jedem Text die Spuren der Menschlichkeit suchte. Sein posthum erschienenes Buch Liegen Sie bequem? …

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Volker Weidermann: „Wenn ich eine Wolke wäre — Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“

Volker Weidermanns Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens ist eine Hommage, eine Lebensbeschreibung und zugleich eine Rückkehrgeschichte, die sich wie ein Roman liest, ohne auf die Fiktion auszuweichen. Von der ersten Seite an zieht der Autor den Leser in eine erzählerische Szene hinein: Mascha Kaléko steht am Deck eines …

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Klaus Willbrand, Daria Razumovych: „Einfach Literatur — Eine Einladung“

Wer regelmäßig in den sozialen Medien unterwegs ist und sich für Literatur begeistert, was nicht zwingend ein Widerspruch in sich selbst sein muss, der dürfte den freundlichen alten Mann, der, gemütlich umgeben von Büchern, in seinem Antiquariat sitzt und die Fragen einer jungen Frau beantwortet, schon einmal gesehen haben. Die Rede ist von Klaus Jochen …

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Juri Felsen: „Getäuscht“

Juri Felsen, geboren 1894 in Sankt Petersburg als Nikolai Freudenstein, war ein russischer Schriftsteller, dessen literarisches Schaffen lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Erst in den letzten Jahren wurde sein Werk wiederentdeckt und gewürdigt. Nach der Russischen Revolution emigrierte er 1921 nach Europa und ließ sich 1923 in Paris nieder. Dort etablierte er sich als …

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Michael Maar: „Das Blaubartzimmer – Thomas Mann und die Schuld“

Die Begriffe „Schuld“ und „Sünde“ durchziehen das Werk Thomas Manns wie ein roter Faden und spiegeln seine tiefgehende Auseinandersetzung mit moralischen, ethischen und existenziellen Fragen wider. Diese Themen sind nicht nur in seinen literarischen Werken präsent, sondern auch in seinem persönlichen Leben und den Reflexionen der Literaturwissenschaft über sein Œuvre von zentraler Bedeutung. In der …

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Edgar Allan Poe: „Heureka & Der Rabe“

Edgar Allan Poe hat mit seinem poetischen Werk eine faszinierende und unheimliche Ästhetik geschaffen, die nicht nur Generationen von Lesern, sondern auch andere Schriftsteller tief beeindruckt hat. Besonders Charles Baudelaire, einer der bedeutendsten französischen Dichter des 19. Jahrhunderts, erwies sich als Bewunderer und Übersetzer Poes und spielte eine zentrale Rolle bei der Rezeption Poes in …

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