Thomas Blubacher: „Ich jammere nicht, ich schimpfe — Ruth Hellberg. Ein Jahrhundert Theater“

Was hat diese Frau alles erlebt! Die Lebensgeschichte von Ruth Hellberg klingt wie ein wilder Ritt durch die Theater- und Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. In der Tat finden sich nur wenige wichtige Namen in dieser Branche, mit denen die Hellberg nicht gespielt oder die sie nicht gekannt hat. „Mein Leben bestand ja nur aus Theater …

Continue reading ‘Thomas Blubacher: „Ich jammere nicht, ich schimpfe — Ruth Hellberg. Ein Jahrhundert Theater“’ »

Klaus Modick: „Keyserlings Geheimnis“

Eduard Graf von Keyserling wurde 1855 in Tels-Paddern in Kurland, dem heutigen Lettland geboren und starb Ende September 1918 in München. Keyserling litt seit vielen Jahren unter einem Rückenmarksleiden, das in seinen letzten Jahren zu einer vollständigen Erblindung und letztlich zum Tod führte. Ob diese Krankheit in einer überwundenen maladie francaise (Syphilis) ihren Anfang nahm …

Continue reading ‘Klaus Modick: „Keyserlings Geheimnis“’ »

Victor Klemperer: „Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen — Ein Leben in Briefen“

Wie kann man so optimistisch bleiben in einer Zeit der Umbrüche, während ein Privileg nach dem anderen genommen wird und man erst durch seinen Verlust der Tatsache gewahr wird, dass es sich um ein privilegiertes Leben gehandelt hatte? Wie lässt sich in solch einer Situation weiterleben und weiterarbeiten? Victor Klemperer dürfte den meisten Lesern vor …

Continue reading ‘Victor Klemperer: „Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen — Ein Leben in Briefen“’ »

Johann Gottfried Seume: „Mein Leben“

Eigentlich wollte er nie seine Autobiographie schreiben, zumindest nicht, bevor er nicht achtzig Jahre alt wäre. Er hielt sich einfach nicht für wichtig genug. Aber er hatte ein Leben gelebt, wie es am Ende des 18. Jahrhunderts kaum aufregender hätte sein könnte: aufgewachsen als Bauernsohn, studierte er zunächst in Leipzig Theologie, bis er sich 1781 …

Continue reading ‘Johann Gottfried Seume: „Mein Leben“’ »

Erdmut Wizisla (Hg.): „Benjamin und Brecht — Denken in Extremen“

Es gibt Freundschaften, vor allem zwischen Künstlern und Intellektuellen, die nicht allein im vertraulichen und intimen Umgang miteinander ihren Sinn finden, sondern darüber hinaus auch das intellektuelle Gespräch, ja, die Konfrontation suchen — um der Sache willen und nicht aus persönlichen Motiven der gegenseitigen Anerkennung heraus. Eine solche Freundschaft muss es zwischen Walter Benjamin und …

Continue reading ‘Erdmut Wizisla (Hg.): „Benjamin und Brecht — Denken in Extremen“’ »