Alexander von Humboldt: „Mein vielbewegtes Leben – Der Forscher über sich und seine Werke“

Alexander von Humboldt: "Mein vielbewegtes Leben - Der Forscher über sich und seine Werke" Über Alexander von Humboldt ist viel geschrieben worden. Er, der rastlose Naturforscher, dessen 150. Todestag wir in diesem Jahr begehen, war so anders als sein Bruder Wilhelm, der als Gelehrter, preußischer Staatsmann und Gründer der nach ihm benannten Humboldt-Universität zu Berlin bekannt wurde.

Alexander und Wilhelm verbrachten ihre Kindheit und Jugendzeit auf „Schloss Langweil“, wie sie das elterliche Anwesen in Tegel bei Berlin scherzhaft nannten. Dort genossen sie eine hervorragende Ausbildung im Geiste der Aufklärung, die beide schon früh an die Naturwissenschaften heran führte.

Schon bald zeigten sich jedoch das unterschiedliche Temperament und die Verschiedenheit der brüderlichen Interessen. Dennoch veranlasste der Vater, dass beide Söhne zunächst das Studium der Kameralistik, einer seinerzeit übliche Form der Finanzwissenschaften, antraten.

Alexander interessierte sich jedoch von Anfang an mehr für die Naturwissenschaften. Schon mit 16 besuchte er regelmäßig das Haus des Arztes und Physikers Markus Herz und dessen schöner, junger Frau Henriette Herz. Hier traf sich das wohlhabende Bürgertum jüdischer Herkunft mit Berliner Bildungsbürgern und fortschrittlichem Adel zu naturwissenschaftlichen Experimental-Vorlesungen, philosophischen Erörterungen und literarischen Lesungen.

Spätere Kontakte zur „Naturforschenden Gesellschaften“, zum Dendrologen Friedrich August von Burgsdorf, zu Gleditsch und vor allem zum Botaniker Willdenow, der die Abhandlung „Florae Berolinensis prodomus“ veröffentlicht hatte, die Alexander von Humboldt mit Begeisterung studierte, festigten Humboldts Entschluss, sein Leben der Erforschung der Natur zu widmen.

Frank Holl ist ein Humboldt-Experte. Sein Buch A. v. Humboldt: „Es ist ein Treiben in mir“ verfolgte einen ähnlichen Ansatz wie das nun im Eichborn-Verlag erschienene Buch im Großformat: Alexander von Humboldt kommt in Selbstzeugnissen zu Wort.

Wir begleiten diesen Gelehrten und Forschungsreisenden auf seinem Lebensweg von der Kindheit und den Jugendjahren auf Schloss Tegel bis zu seinem Lebensende als alter, immer noch aktiver Mann in seiner Mietswohnung in der Berliner Oranienburger Straße. Dort starb er hoch verschuldet, aber umgeben von den 11164 Büchern seiner Bibliothek.

Wir begleiten Humboldt mit Holls Hilfe auf seinen vielen Forschungsreisen, die ihn bis nach Südamerika und nach Sibirien führten. Immer wieder lernen wir den Forscher als Menschen kennen und erfahren viel über seine Motive, seine Hoffnungen und Enttäuschungen.

Humboldt lebte ein arbeitsreiches Leben. Er arbeitete bis zuletzt an seinem „Kosmos“, seinem Versuch einer umfassenden wissenschaftlichen Darstellung des Zusammenhänge in der Natur, am Himmel und auf der Erde. Das Werk blieb leider unvollendet.

Frank Holls Buch „Mein vielbewegtes Leben“ bietet dem Leser auf über 270 reich illustrierten Seiten ein umfassendes Bild vom Leben des wohl größten deutschen Naturforschers, das vor allem durch die vielen Originaltexte und Zitate Humboldts verzaubert.

Ein Muss für alle Humboldt-Liebhaber und solche, die es werden wollen.

 

Autor: Alexander von Humboldt
Titel: „Mein vielbewegtes Leben“
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Eichborn
ISBN: 3821858478
EAN: 978-3821858470

 

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Ein Kommentar

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