Boris Reitschuster: „Russki extrem – Wie ich lernte, Moskau zu lieben“

Wenn Sie eine Reise nach Moskau planen, ist „Russki extrem“ von Boris Reitschuster genau das richtige Buch für Sie. Boris Reitschuster ist seit den 1990er Jahren Moskau-Korrespondent für mehrere Tageszeitungen, Nachrichtenagenturen und seit 1999 Leiter des Moskauer Büros des Nachrichtenmagazins Focus. Wer könnte also besser über die Russen und ihre Eigenheiten berichten als der Autor. – Reitschuster betreibt übrigens auch einen interessanten und lesenswerten Blog über Russland („Breitschusters Russland„).

Dass die Lebensart der Russen (und insbesondere der Moskauer) sich zum Teil deutlich von den Gewohnheiten unserer Breiten unterscheidet, kann man immer wieder in vielen Doku-Sendungen im Fernsehen verfolgen. Wer mit russischen Mitbürgern in Kontakt kommt, kann es auch am eigenen Leibe erfahren.

Die russische Seele, die russische Art, mit Geld, Kleidung, Menschen umzugehen, all das unterscheidet sich mitunter deutlich von unserer Lebensweise und macht dadurch auch oft den Reiz aus.

Generalisierungen und Pauschalbeschreibungen sind im Rahmen eines solchen satirischen Wegweisers durchaus erwünscht; eine differenziertere Studie über das Sozialverhalten und ethnotypische bzw. kulturelle Unterschiede kann und soll solch ein unterhaltsames Buch nicht sein. Breitschuster schreibt in einem unkomplizierten Erzählstil, der dem Leser die Lektüre seines witzigen Erfahrungsberichts leicht macht. Humor ist an vielen Stellen nicht nur angebracht, sondern unverzichtbar, will man den Alltag im Moskau des 21. Jahrhunderts einigermaßen unbeschadet überstehen.

Wer nach der Lektüre immer noch eine Moskau-Reise plant, dem ist nicht mehr zu helfen. Er weiß zumindest, worauf er sich einlässt.

Autor: Boris Reitschuster
Titel: „Russki extrem – Wie ich lernte, Moskau zu lieben“
Broschiert: 253 Seiten
Verlag: Ullstein TB-Verlag
ISBN-10: 3550087667
ISBN-13: 978-3550087660

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